Pinsel und Rolle gehören beim Wand- oder Deckenanstrich immer mehr der Vergangenheit an. Diese Methoden eignen sich vor allem für kleine Flächen oder punktuelles Arbeiten, sind jedoch bei großen Flächen ineffizient. Um Zeit zu sparen und ein optimales Ergebnis zu erzielen, setzen Profis auf mechanisierte Lackiertechniken – eine der effektivsten Methoden ist das Airless-Spritzen.

Was ist Airless-Spritztechnik?
Airless-Spritztechnik ist ein mechanisiertes Lackierverfahren, bei dem die Farbe unter hohem Druck zerstäubt wird. Die Technik basiert auf dem Druckunterschied: Die Farbe wird mit 110 bis 220 bar (maximal 500 bar bei pneumatischen Geräten) durch die Leitung gepresst. Beim Austritt aus der Düse fällt der Druck auf 70–80 bar ab, während die Umgebungsluft als bremsende Schicht die gleichmäßige und sanfte Auftragung der Farbe ermöglicht.
Für das Airless-Spritzen wird spezielles Equipment verwendet – sogenannte Spritzgeräte. An diese Geräte werden Hochdruckschläuche und die Spritzpistole mit Düse angeschlossen. Verschiedene Modelle und passendes Zubehör bietet unter anderem das Unternehmen ASPRO.
Vorteile der Airless-Technik
Die Airless-Beschichtung zählt zu den modernsten Methoden für große Flächen und bietet zahlreiche Vorteile:
- Hohe Geschwindigkeit: Die Methode und das Gerät arbeiten sehr produktiv, wodurch Zeit und Arbeitsaufwand reduziert werden.
- Effizienz: Da keine Luft im Lackgemisch enthalten ist, wird die Farbe gleichmäßig aufgetragen.
- Qualität: Das Ergebnis ist ein glattes und gleichmäßiges Finish.
- Vielseitigkeit: Geeignet für verschiedenste Lackarten: Dispersionsfarben, Acryl, Latex, Öl, Silikat, diverse Emaille, Weißkalk, Lacke, Grundierungen etc. Wichtig ist die Abstimmung auf die Viskosität laut Gerätehandbuch.
- Umweltfreundlich: Wenig Lösungsmittel, kein starker Lüftungsaufwand oder aufwendige Schutzausrüstung nötig.
- Komfort: Die Spritzpistole liegt ergonomisch in der Hand, ideal für Wände, Decken und komplexe Geometrien.
- Wirtschaftlich: Geringere Nebelkonzentration bedeutet halben Farbverbrauch (ca. 250–300 g/m², regulierbar über Düsen).
Airless-Spritzen eignet sich für Metall, Beton, Putz, Holz und viele weitere Materialien. Es ist die bevorzugte Methode für Fassaden, Lagerhallen, Werkstätten, Geschäfte, Büros sowie private Renovierungen durch Profiteams.
Nachteile der Airless-Technik
Natürlich ist auch diese Methode nicht perfekt:
- Anschaffungskosten: Geräte sind teuer, für kleine Renovierungen oft nicht lohnend. Bei häufigem, großflächigem Einsatz amortisiert sich die Investition jedoch schnell.
- Wartung: Regelmäßige Reinigung ist notwendig, um Ausfälle zu vermeiden.
Die Vorteile überwiegen in den meisten Fällen deutlich, besonders wenn höchste Anforderungen an die Oberfläche gestellt werden.
Grundregeln für den Umgang mit Airless-Geräten
Beim Arbeiten mit Airless-Spritzgeräten sind Technik und Einstellung entscheidend:
- Die Spritzdüse stets senkrecht zur Oberfläche halten. Neigungen verursachen Tropfen und ungleichmäßigen Auftrag.
- Den Sprühstrahl so positionieren, dass sich das Sprühmuster um ca. 50 % überlappt.
- In Bahnen arbeiten und die Fläche schrittweise bearbeiten.
- Vorab auf einer Testfläche üben, um Sprühqualität zu prüfen.
Airless einfach erklärt
Airless-Spritzen unterscheidet sich deutlich von manuellen oder herkömmlichen Sprühmethoden. Die Technik spart Zeit, liefert gleichmäßige Oberflächen und ist für Profis sowie ambitionierte Heimwerker geeignet. Geräte gibt es in vielen Varianten, passend für unterschiedliche Anforderungen und Budgets. Die Handhabung erfordert etwas Übung, doch die Investition in professionelle Spritztechnik zahlt sich schnell aus.
ASPRO bietet professionelle Geräte für das Airless-Spritzen an, die sowohl für Heimwerker als auch für Profis alle Anforderungen abdecken.